Dank Radentscheid zur fahrradfreundlichen Stadt

Veröffentlicht am 27.02.2019 in Standpunkte

Und Bürgerbeteiligung wirkt doch. Über 35.000 Menschen haben den Forderungskatalog des Radentscheids unterschrieben und damit kundgetan, dass sie eine Verbesserung der Radinfrastruktur in Stuttgart wünschen. Dies ist auch dringend nötig. Mit einem Anteil von etwa 8 Prozent am Modal Split spielt der Fahrradverkehr eine weit unterdurchschnittliche Rolle bei uns. Wenn man sich die verkehrlichen Probleme ansieht, mit denen wir heute schon und in absehbarer Zeit zu kämpfen haben, dann muss die Verkehrspolitik für eine Veränderung im Mobilitätsmix sorgen.

Nachdem der Radentscheid rechtlich nicht zulässig ist, hat die SPD-Fraktion zusammen mit den Grünen, SÖS-LINKE-PluS und den Stadtisten in der vergangenen Woche die zentralen Forderungen übernommen und die Vorlage der Verwaltung wesentlich konkretisiert.

Mit der mehrheitlichen Entscheidung im Gemeinderat ist es uns gelungen, eine bedeutende Wende in der Entwicklung des Stuttgarter Radverkehrs herbeizuführen.

In insgesamt 18 Punkten wird beispielsweise gefordert, dass wir bis 2030 einen Anteil des Fahrradverkehrs von 25 Prozent schaffen. Dazu muss mehr investiert werden. Der Finanzrahmen soll auf 20 Euro pro Einwohner erhöht werden, langfristig sogar auf 40 Euro.

Bei all dem geht es uns aber nicht darum, das Fahrrad gegen das Auto oder andere Verkehrsmittel auszuspielen. Nur wenn wir es schaffen, dass wir in einem integrierten Verkehrsmix die Mobilität nachhaltiger und umweltfreundlicher gestalten, dann werden wir die Unterstützung in der Breite der Bevölkerung haben, um den notwendigen Umschwung hinzubekommen.

Nur die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, die Aufwertung des Fuß- und Radverkehrs bei konstruktiven Lösungen für das Auto (z.B. mit Quartier-Garagen), erreicht das Ziel einer modernen und rücksichtsvollen urbanen Mobilität.

 
 

Homepage Die SPD im Stuttgarter Rathaus